| - der schwindarme monolithische Industriefußboden
Das Austrocknungs- und Schwindverhalten von Beton ist ein Problem, über dass sich schon viele Anwender und Betontechnologen den Kopf zerbrochen haben.
Führt es doch dazu, dass großflächige Bauteile wie speziell Industriefußböden wegen der Zwangsspannungen aus diesem Ansatz zu Rissen neigen und auch Rand- und Eck-aufwölbungen („Schüsselung“) aufzeigen.
Die Folge ist, dass mit diesem Hintergrund zusätzliche Bewehrung oder die Erhöhung des Stahlfaseranteils in einem Industriefußboden erforderlich wird und damit die Kosten stark ansteigen. Oder es werden zusätzliche Scheinfugen als Sollbruchstellen angeordnet, von denen man hofft, dass sie die Zwangsspannungen begrenzen oder besser verteilen. Trotzdem bleibt ein großer Unsicher-heitsfaktor dahingehend, ob die rechnerischen Annahmen in der Realität auch zutreffen, weil diese Fugen sich nur wenig öffnen können.
Das bekannte und übliche Schwindmaß eines Industrie-fußbodens aus Beton mit FM liegt bei etwa 0,4 bis 0,7 mm/m seiner Ausdehnung in Abhängigkeit des Wasser-/Zement-Wertes (w/z-Wert) des Ausgangsfrischbetons. Eine Sohle von z. B. 20 m Kantenlänge ohne „echte“ Schwind-fugen verkürzt ihre Abmessungen somit also etwa um 0,8 cm bis 1,4 cm, wenn sie sich ungehindert ohne Zwängungen bewegen könnte, was aber meist nicht der Fall ist. Folge sind Risse unterschiedlichen Ausmaßes.
Es ist uns nun zusammen mit ECC/ESD-Consulting gelungen, über besondere Betonrezepturen, ausgewählte Zemente und die Verwendung eines speziellen Plastifizierers (Superverflüssigers) einen äußerst wichtigen Fortschritt zu realisieren. Dieser hat zur Folge, dass mit minimal geringem w/z-Wert und trotzdem hinreichendem Ausbreitmaß gearbeitet werden kann und somit ein
reduziertes Schwindmaß < ca. 0,08 mm/m
zu erzielen ist, was letztlich einer Verringerung von i. M. gut 80 % zu den bisher bekannten Werten (s. o.) gleich kommt. Weitere positive Effekte wie ggf. frühere Beleg-reife, Reduzierung des Dampfstroms durch Sinterzone an der Oberfläche, ggf. schlankere Sohlendicke und Bewehrungsoptimierung können hinzukommen.
Im Jahre 2007 haben wir mit Betonen verschiedener Lieferanten an vier verschiedenen Baumaßnahmen fast 15.000 m² dieses Systems mit ausgezeichnetem Erfolg verlegt. So wurde z. B. festgestellt, dass 10 mm breit hergestellte Randfugen von Böden mit 22 m Kantenlänge nach 1 Jahr Liegezeit einen „Aufgeheffekt“ von knapp 1,0 mm aufzeigten. Aufschüsselungen waren nicht messbar, ebenso waren Risse in der Oberfläche visuell nicht aufzufinden.
Unter dem Gesichtspunkt „alternative Betrachtung“ ist ein wirtschaftlicher Vergleich absolut sinnvoll, unter dem Ansatz „Qualitätsverbesserung“ fast unumgänglich.
Bei Interesse sprechen Sie uns bitte an. |